„Wem gehört München?“ – jetzt Bürgerrecherche des BR unterstützen!

Wohnen wird in vielen Städten immer teurer – doch welche Akteure und Faktoren sind die Treiber der Preisspirale? Das wollen der Bayerische Rundfunk und das gemeinnützige Recherchezentrum „Correctiv“ nun zusammen mit Bayerns Bürger herausfinden. Seit heute, 13. Januar, läuft das Bürgerrecherche-Projekt „Wem gehört die Stadt?“. Mit dem Projekt sollen die Eigentumsverhältnisse in Augsburg, Würzburg – und eben auch München transparenter gemacht werden.

Unter br.de/wemgehoert können Bürgerinnen und Bürger – egal, ob Mieter oder Eigentümer – Informationen zum Wohnverhältnis zur Verfügung stellen. Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger wird das Ergebnis. Der DMB Mieterverein München unterstützt die Aktion und ruft Münchnerinnen und Münchner zur Teilnahme auf.

Es ist wichtig, dass mehr Transparenz hergestellt wird. Denn: Ein öffentliches Immobilien-Register gibt es, anders als etwa in Großbritannien, in Deutschland nicht. Mit Hilfe der von Bürgern zur Verfügung gestellten Informationen recherchieren Journalistinnen und Journalisten von BR und Correctiv in den kommenden Wochen, um herauszufinden, welche Rolle institutionelle Anleger und ausländische Investoren am Markt spielen.

Es geht darum, Strukturen und Muster zu erkennen und den Immobilienmarkt begreifbarer zu machen. Denn erst so werden konkretere Debatten zu fairem Wohnen möglich.

Daten werden mit größter Sorgfalt behandelt

Die Bürgerrecherche „Wem gehört die Stadt?“ wurde 2018 von Correctiv ins Leben gerufen und bisher in sechs Städten, darunter Hamburg, Berlin, Minden und Lüneburg, mit lokalen Kooperationspartnern durchgeführt.

Die Daten werden laut den Initiatoren mit größter Sorgfalt behandelt. „Informationen, die Rückschlüsse auf die Informationsgebenden zulassen, werden nicht veröffentlicht – es sei denn, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben explizit zugestimmt. Auch die Namen von privaten Vermieterinnen oder Vermietern und Eigentümerinnen oder Eigentümern von wenigen Immobilien sowie konkrete Adressen werden nicht bekannt gegeben“, so der BR. Der Fokus der Recherche liege auf großen Finanzinvestoren mit Einfluss auf den Wohnungsmarkt und Organisationen, die fragwürdig handelten.

Foto: Bayerischer Rundfunk

 
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