Die Preise sind absurd. Die Bundespolitik muss endlich etwas tun

Beatrix Zurek, Vorsitzende des Mieterverein München e.V. über die Wohnungen am Nockherberg und die Notwendigkeit einer neuen Bodenpolitik.

851 000 Euro für eine Zweizimmerwohnung im zweiten Stock, über eine Millionen Euro für eine Drei-Zimmer-Wohnung im Vierten Stock. „Die Eigentumswohnungen, die auf dem ehemaligen Paulaner-Gelände am Nockherberg zum Verkauf stehen, zeigen die ganze Absurdität unseres Bodenrechts“, sagt Beatrix Zurek, Vorsitzende des Mieterverein  München e.V. „Preise von 10 000 Euro pro Quadratmeter aufwärts sind von keinem normalen Menschen mehr zu bezahlen, auch der Mittelstand hat da keine Chance.“  Zwar gibt es auf dem Gelände in der Au auch 30 Prozent geförderte Wohnungen, allerding nur, weil die Stadt München durch die Sozialgerechte Bodennutzung (SoBon) den Bauherrn zum Bau dieser Wohnungen verpflichten kann. „Das ist gut, aber wie man sieht, braucht es noch andere Instrumente. Und die Bayerische Hausbau fährt mit den Astronomie-Preisen für die anderen Wohnungen immer noch gewaltige Gewinne ein.“

Zurek appelliert an die Bundespolitik. „Wenn wir diese Auswüchse einbremsen wollen, muss die Politik auf Bundesebene endlich etwas tun. Wir müssen über das Bodenrecht sprechen“, sagt Zurek. „Grund und Boden ist keine Privatsache und auch keine x-beliebige Ware. Grund und Boden darf nicht länger Objekt für Spekulanten sein. Nur, wenn Bodenpreise eingefroren werden können, können auch wieder Wohnungen entstehen, die ein normaler Mensch bezahlen kann. Beim Thema Wohnen müsste viel mehr getan werden. Es geht hier um nicht weniger als den sozialen Frieden und die Zukunft unserer Metropolen.“

 

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