Münchner Mietermagazin: Was bedeutet die Wahl für Mieter?

Im Bundestagswahlkampf haben Wohnungsnot und Mietenpolitik kaum eine Rolle gespielt – obwohl es laut einer aktuellen Umfrage mehr  als 61 Prozent der Deutschen wichtig finden, dass für bezahlbaren Wohnraum gesorgt wird.  Nach dem Ergebnis und der Ankündigung der SPD, in die Opposition zu gehen, gibt es rein rechnerisch nur drei Möglichkeiten:  Eine Jamaika-­Koalition aus Union, FDP und Grünen, eine Minderheitenregierung oder Neuwahlen. Was das genau für Mieter bedeutet, ist noch unklar, aber: „Es wird härter für Mieter“, sagt Beatrix Zurek, Vorsitzende des Mieterverein München e.V. „Die zweite Tranche der Mietrechtsreform, die die SPD in der Schub­lade hatte und die die Union blockiert hat, wird in einer neuen Regierung nicht kommen. Es ist äußerst fraglich, ob die Grünen in einer Koalition beim Thema Wohnen soziale Akzente werden setzen können.“  Im  Mietermagazin wagen wir eine Prognose zur Wohnungs- und Mietenpolitik von Mietpreisbremse bis sozialem Wohnungsbau.

Wir setzen im Magazin auch unsere Reihe „München – wie wohnst du?“ fort.  Diesmal erzählt llka Jeschke. Die 70-Jährige lebt seit 40 Jahren in der gleichen Wohnung in Bogenhausen, seit 45 Jahren wohnt sie in München. Sie hat keine Kinder, hat ihr Leben lang gearbeitet, ihre Rente ist gar nicht schlecht. Trotzdem ist ihr ihre Münchner Wohnung nach etlichen Mieterhöhungen zu teuer geworden.“München ist nur noch eine Stadt für Geldige“, sagt sie. Die Rentnerin arbeitet selbständig und verdient so dazu. „Aber wie lange noch?“, fragt sich die Witwe. Sie überlegt nun, aus München wegzuziehen. „Das ich einmal in einer solchen Lage sein würde, hätte ich mir nie träumen lassen.“ Ein Gespräch über verpasste Chancen, Heimatgefühle und eine große Lebensentscheidung.

Außerdem im Mietermagazin:

  • Rauchmelderpflicht: Was Mieter jetzt wissen müssen
  • Der Mietervein bietet einen neuen Service: Energieberatung
  • München im Wandel: Die Thersienwiese um 1900 und heute

 

 

 
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